Die „Zweite“ des Schachclubs Bayreuth war in der 7. Runde der A-Klasse des Schachkreises Hof-Bayreuth-Kulmbach zu Gast beim Schachklub Marktleugast. Die Wagnerstädter hatten nur eine Spielerin und sechs Spieler aufbieten können, so dass der SKM kampflos einen Punkt erhielt. Heinz Laubenzeltner gewann am Spitzenbrett gegen Viktor Heinrich, da im Endspiel der Springer des Marktleugasters dem gegnerischen Läufer überlegen war. Als Laubenzeltner einen Bauern zur Dame umwandelte, gab der Bayreuther auf. Die Gäste verkürzten durch einen Sieg von Vom Chien Pham gegen Lukas Sauermann auf 2:1. Michael Laubenzeltner und Rico Roquette trennten sich mit einem Remis. Gerhard Schmidt gewann mit einem Läuferopfer gegen Vusal Hamidov zwei Bauern. Diese hatte er auch noch nach dem Abtausch aller Figuren. Der Gegner von Schmidt versuchte noch ein so genanntes „Patt“, also ein Unentschieden zu erreichen, aber Schmidt spielte souverän weiter und so gab Hamidov kurz vor der Bauernumwandlung auf.
Markus Suttner spielte wie gewohnt unorthodox, gewann Material und zwang Anton Kupper zur Aufgabe. Dadurch sicherte Suttner den Mannschaftssieg. Die Bayreuther Dominik Feldmüller und Franziska Künstler konnten mit ihren Siegen gegen Karlheinz Voit und Oswald Purucker noch eine Ergebnisverbesserung zum Endstand von 4,5:3,5 erreichen. Der SK Marktleugast 1 ist nun punktgleich mit dem TSV Bindlach-Aktionär 3 auf dem 2. Tabellenplatz. Die zweite Mannschaft des Schachklubs Marktleugast gewann am letzten Spieltag der B-Klasse kampflos 4:0 gegen den SC Bayreuth 3, da diese keine Mannschaft zusammenbringen konnten. Das junge Team sicherte sich damit den 5. Tabellenplatz.
Unser Bild zeigt die beiden Spitzenbretter (vorne rechts) mit Gerhard Schmidt und Vusal Hamidov, dahinter Heinz Laubenzeltner gegen Viktor Heinrich.
Den 75. Geburtstag von Gerhard Schmidt nahm der Schachklub Marktleugast zum Anlass, ihn in Würdigung seiner großen Verdienste für den Schachsport, zum Ehrenmitglied zu ernennen.
Bei einer Feier im Landgasthof Haueis, erinnerte SK-Vorsitzender Oswald Purucker an das Spieljahr 1983, als nur noch sieben Spieler die letzten Verbandskämpfe bestritten und der Verein in die B-Klasse absteigen musste. Die Vorstandschaft stand vor der Frage den Verein aufzulösen oder durch aktive Spielerwerbung und eine künftig intensive Jugendarbeit den Verein wieder auf Kurs zu bringen. Man entschied sich für einen Fortbestand.
Mit Manfred Rabitzsch und Erwin Zellner konnten zwei Spitzenspieler gewonnen werden. Dritter im Bund war damals Gerhard Schmidt. Zusammen mit den verbliebenen Spielern und den neugewonnenen Jugendspielern Hans Haas und Alexander John gelang der Return. Nach dem Wiederaufstieg in die A-Klasse, folgte im folgenden Jahr der Aufstieg in die Bezirksliga. Seit über 40 Jahren, so Purucker weiter, sei Gerhard Schmidt ein treuer und zuverlässiger Spieler der erstens Mannschaft. Er pflegt eine gute Kameradschaft bei den wöchentlichen Trainingsabenden und auf seine Unterstützung konnte der Verein stets vertrauen. Während andere Klubs in den vergangenen Jahren Spielgemeinschaften gründen oder sogar den Spielbetrieb einstellen mussten, sei es durch sein Engagement gelungen, sogar eine zweite Mannschaft zu melden.
Unser Bild zeigt Gerhard Schmidt mit Spielleiter Heinz Laubenzeltner, Karlheinz Voit und Oswald Purucker
In der dritten Runde der Schach-Kreisklasse A Hof-Bayreuth-Kulmbach 2025/26 empfing der SK Marktleugast 1 die Spielgemeinschaft der Vereine SK Helmbrechts und SK Presseck. Der Helmbrechtser Traditionsklub, gegründet 1911, und der SK Presseck, gegründet 1971, mussten eine SG eingehen, da beide Vereine allein nicht die erforderliche Anzahl von acht Spielern für eine Mannschaft aufbieten können. Die Marktleugaster haben dieses Problem dank der jahrelangen erfolgreichen Jugendarbeit nicht.
Auch bei diesem Kampf kam einer dieser Jugendlichen zum ersten Mal in der A-Klasse zum Einsatz. Louis Purucker sprang kurzfristig für den ausgefallenen zweiten Vorsitzenden Karlheinz Voit ein und spielte auf dem achten Brett gegen Kartik Saini. Nach 45 Minuten Spielzeit, einigte er sich in ausgeglichener Stellung mit Saini auf Remis. Wie wichtig dieser halbe Punkt für Marktleugast war, zeigte sich dann am Ende des Verbandskampfes. Mit 4,5 : 3,5 Brettpunkten, somit genau mit diesem halben Punkt mehr, konnten die Gastgeber den Sieg sicherstellen. Wäre das Brett kampflos an die Gäste gegangen, hätte es nur für ein Unentschieden gereicht.
Auch Stefan Wunder trug zum Endstand, beim Spiel gegen Martin Stralka, ein Unentschieden bei. Spannender verlief die Partie auf dem zweiten Brett zwischen Gerhard Schmidt und Dr. Reinhard Baar. Schmidt opferte einen Läufer gegen drei Bauern. Trotz ständigem Druck auf seine offene Stellung, konnte er die Gewinnversuche seines Gegenübers immer wieder abwehren. Einvernehmlich einigten sich beide zufrieden auf ein weiteres Remis.
Markus Suttner spielte wieder einmal groß auf und gewann mit einem raffinierten Damenopfer gegen Stefan Heß, neben einem Läufer auch dessen Dame und zum Schluss die ganze Partie. Die SG glich mit einem Sieg von Norbert Rausch gegen Michael Laubenzeltner zum 2,5:2,5 aus. Nach zähem Stellungskampf, lediglich zwei Bhauern fehlten nach drei Stunden Spielzeit jeweils den beiden Kontrahenten auf dem Brett, brachte Vorsitzende Oswald Purucker seinen Springer unbeachtet am Rand in Stellung. Als Martin Ulitschka versuchte, seinen starken Königsangriff mit einem Springerzug zu festigen, übersah dieser die folgende Springergabel. Mit einem Schachgebot durch seinen Springer, nahm Purucker gleichzeitig die Dame unter Beschuss. So traf diesmal nicht das geflügelte Wort, „Springer am Rand bringt Kummer und Schand“ zu. Sondern diesmal eroberte der Springer mit dem Schachgebot die Dame von Martin Ulitschka, so dass dieser aufgeben musste.
Lukas Sauermann verlor nach harter Auseinandersetzung das Turmendspiel gegen Jürgen Kolditz. Nun stand es 3,5:3,5 und das erste Brett musste die Entscheidung bringen. Spielleiter Heinz Laubenzeltner verlor auf dem Damenflügel zwei Bauern gegen den Pressecker Spielleiter Alexander Dohlus. Durch einen taktischen Schlag im Zentrum konnte Laubenzeltner die Diagonalen und Linien am Königsflügel öffnen. Mit seinen beiden Läufern und Türmen zwang er Dohlus zwei Züge vor dem Matt zur Aufgabe. So gewann der Schachklub Marktleugast 4,5:3,5 gegen die Spielgemeinschaft SK Helmbrechts-SK Presseck und steht mit 4:2 Mannschaftspunkten zusammen mit drei anderen Mannschaften auf dem dritten Tabellenplatz unter zehn Mannschaften.
905: Louis Purucker gegen Kartik Saini bei seinem ersten Einsatz in der A-Klasse und einem Remis am Ende der Partie.
627: Dr. Reinhard Baar tief versunken in die Partie gegen Gerhard Schmidt. Am Ende einigten auch sie sich auf ein Remis.