Schachklub Marktleugast ernennt
Erwin Zellner zum Ehrenmitglied

15 Februar 2013

"Es war nicht leicht, in Kulmbach spontan in einen Verein aufgenommen zu werden“, so Erwin Zellner anlässlich seines 80. Geburtstag, beim Rückblick auf sein engagiertes Vereinsleben. So musste der Schachklub Kulmbach erst einen Beschluss der Jahreshauptversammlung herbeiführen, was damals im Eintrittsjahr nicht mehr möglich war. Trotzdem gelang es ihm durch spielerisches Können, noch vor Vereinsaufnahme in die erste Schach-Mannschaft aufzusteigen. Noch härter traf es ihn bei den „Lohengrinern“. Diese lehnten ein neues Mitglied sofort ab. Begründung: Kein Bedarf – da Kegelabende bereits überbesetzt. Erst 10 Jahre später, mit Gründung einer vierten Mannschaft, wurde er dann beim KV Lohengrin aufgenommen. Ganz anders die Aufnahme beim Schachklub Marktleugast. Bei einem kleinen Gartenfest versprach er einst seinem Freund Manfred Rabitzsch, der Vorsitzender beim SK Marktleugast wurde, dessen Verein zu unterstützen. Ohne große Aufnahmeformalitäten wurde er dort sofort in der ersten Mannschaft aufgestellt.

Diese Entscheidung, so der Jubilar, habe er aber bis zur Stunde nicht bereut. Über 15 Jahre trat das SKM-Team fast unverändert, mit einer bemerkenswerten Kameradschaft, zu den Verbandskämpfen an. Als die „Acht Aufrechten“ titulierte die Presse die Mannschaft als sie 1993 zum zweiten Mal den Aufstieg in die Bezirksliga II schaffte.

Aber nicht nur Erwin Zellner, spielte gerne für Marktleugast. Auch die Schachfreunde aus Marktleugast spielten gern mit Zellner, der kaum eine Partie verlor, so Vorsitzender Harald Schramm. Legendär, so der Vorsitzende des SK Marktleugast, waren stets deine Partien, die du bei einem Mehrbauern konsequent in einen Sieg verwandelt hast. Hartnäckiges Stellungsspiel, taktisches Lavieren und kein Verständnis für den Gegner, wenn dieser eine verlorene Partie unnötig in die Länge zog, waren dein Markenzeichen. Während heute viele der damals größeren Schachklubs ihren Spielbetrieb eingestellt haben, sicherte Zellner durch sein Kommen und spielerisches Können, den Schachklub Marktleugast nachhaltig ab. Für diese Bestandssicherung, sowie für 30-jährige Vereinszugehörigkeit, aber vor allem auch für über 15 Jahre aktive Spielertätigkeit überreichte ihm Schramm, im Namen der Vorstandschaft, die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied.
ZellnerErwin

Dies blieb aber nicht die einzige Auszeichnung an diesem Abend. Der Vorsitzende des KV Lohengrin Matthias Meußgeyer zeichnete Erwin Zellner mit der goldenen Ehrennadel aus. Vorsitzender Alvin Krämer gratulierte im Namen des Schachklubs Kulmbach und von den Eisenbahnfreunden überbrachte Helmut Kortschack die besten Geburtstagswünsche.

Schachklub Marktleugast holt zwei wichtige Punkte
in der fränkischen Schweiz

10 Februar 2013

„Tod Gesagte leben länger“ diesem Sprichwort macht der SKM alle Ehre. Wenige Wochen vor Saisonstart musste der Schachklub Marktleugast zittern, ob er weiter in der A-Klasse bleibt. Nun, nach sieben Runden in der A-Klasse des Schachkreises Hof-Bayreuth-Kulmbach, rangieren die Marktleugaster nach einem 4,5 : 3,5 Sieg gegen Weischenfeld auf dem 3. Tabellenplatz.

Nachdem die Gastgeber das erste Brett unbesetzt ließen, konnte Spitzenspieler Hans-Kurt Hohenberger kampflos den ersten Punkt sicherstellen. Das Gastgeschenk trug aber nicht dazu bei, dass sich die Marktleugaster nun zurück lehnten. Heinz Laubenzeltner spielte mit Weiß voll auf Angriff. Nach nur 20 Zügen und einem Zeitverbrauch von 20 Minuten, hatte er die gegnerische Stellung souverän im Griff und zwang, so bedrängt, Lothar Schubert zur Aufgabe. Eugen Jahnke sicherte kurz darauf gegen Hans Hübner den Anschlusspunkt. In ausgeglichener Stellung einigten sich Markus Suttner und Tobias Dörfler auf Unentschieden. Zur Geheimwaffe des SKM entpuppte sich erneut Holger Burger. Durch geschicktes Spiel gewann er einen Turm. Obwohl damit weit überlegen, dauerte es noch einige Stunden, bis sein Gegner Kurt Gierth in aussichtloser Position endlich aufgab.

Vorsitzender Harald Schramm machte dann mit einer glänzenden Partie gegen Jörg Alkan den Sack zu. Nach und nach tauschte er dabei alle Figuren Zug um Zug ab und konnte zum Schluss im Bauernendspiel den Kampf für sich entscheiden. Obwohl mit 4,5:1,5 Punkten der Mannschaftssieg für die Spielgemeinschaft gesichert war, spielten die Waischenfelder an den beiden verbleibenden Brettern weiter.

Nach fast vier Stunden Spielzeit gewann dann Wolfgang Geistert gegen Oswald Purucker. Und Gerhard Schmidt, der zwar mit einem Bauern im Rückstand war, aber auf keine aussichtslose Stellung blickte, gab aufgrund der fortgeschrittenen Zeit die Partie auf. Endstand 3,5 : 4,5 für die Spielgemeinschaft Marktleugast/Stammbach I.

Zwei Siege für die Spielgemeinschaft


21 Januar 2013

In der 6. Runde der A-Klasse des Schach-Kreisverbandes Hof-Bayreuth-Kulmbach empfing die Spielgemeinschaft SK Marktleugast/SK Stammbach I den Schachklub Lehsten.

Zum Spielbeginn erinnerte Spielleiter Heinz Laubenzeltner an den kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden, langjährigem Spitzenspieler und vielfachem Vereinsmeister Manfred Rabitzsch. Mit einer Schweigeminute gedachten die Schachfreunde dem Verstorbenen.

Nach zwei verlustreichen Mannschaftskämpfen Ende 2012, wollten es diesmal die Marktleugaster wissen. Spielleiter Heinz Laubenzeltner sicherte an Brett 3 gegen Thomas Friedrich ein erstes Unentschieden.
Vorsitzender Harald Schramm startete mit allen Offizieren einem unglaublichen Dameangriff, hinter der sich der gegnerische König versteckte. Die Niederlage vor Augen, gab Klaus-Peter Dick auf. Holger Burger und Günther Schöberlein einigten sich ebenfalls auf Remis. Edwin Friedrich glich gegen Markus Suttner zum 2:2 aus. Dann die erste große Überraschung an Brett 2. Gerhard Schmidt bezwang den wertungsmäßig höher eingestuften Thorsten Jahn in einer schönen Partie. Hans-Kurt Hohenberger stand gegen Tobias Hohenberger etwas besser, bot aber in Hinblick auf die Gewinnstellung von Oswald Purucker Remis an, was sein Gegenüber auch akzeptierte. Nicht Zahn um Zahn, sondern Bauer um Bauer, ging es zwischen Oswald Purucker und Reinhard Jahreis. Letzterer hatte bereits zwei Bauern erbeutet, musste aber dann kurz vor der Bauernum-wandlung mit zusehen, wie Purucker einen Bauern nach dem anderen vom Brett holte. Gleichzeitig machte er damit den eigenen Bauern den Weg zur gegnerischen Grundlinie frei. Alle Versuche scheiterten, die Deckung des Umwandlungsfeldes aufzuheben. Jahreis gab auf und Purucker sicherte damit den Mannschaftssieg. Beim Stand von 4,5:2,5 für Marktleugast bot Günter Jahn trotz eines Mehrbauern Hans Hübner die Punkteteilung an.
Hans Hübner nahm an und somit endete der Mannschaftskampf 5:3 für die SG SK Marktleugast/SK Stammbach 1. Mit 8:4 Punkten rangiert der SKM nun auf dem 4. Tabellenplatz.

In der 6. Runde der B-Klasse spielte die SG SK Marktleugast/SK Presseck/SK Stammbach 2 auswärts bei der SG Weißdorf/Gefrees und gewann knapp mit 4,5:3,5 Punkten.

Die Einzelergebnisse (SG zuletzt genannt):

Brett 1 Klaus Schneider – Jürgen Mikulasch 0,5:0,5

Brett 2 Gerhard Müller – Uwe Gemmel 0,5:0,5

Brett 3 Udo Kaiser – Michael Laubenzeltner 0,5:0,5

Brett 4 Erich Welz –Horst Zapf 0,5:0,5

Brett 5 Jens Schneider – Jürgen Kolditz 0:1

Brett 6 Carsten Rüger - Karl Wirth 0,5:0,5

Brett 7 Klaus Kodisch – Karl-Max Gräbner 0:1

Brett 8 Wolfgang Hahn – Felix Biedermann 1:0

Die SG SK Marktleugast/SK Presseck/SK Stammbach 2 belegt mit 6:6 Punkten den 5. Tabellenplatz.