Mit einem 6,5 : 1,5 Erfolg in Bad Lobenstein, setzt die Spielgemeinschaft des SK Marktleugast/SK Stammbach ihre Siegesserie in der Kreisklasse A des Schachkreisverbandes Hof-Bayreuth-Kulmbach fort. Aufgrund der erneut hohen Brettpunkte belegen die Frankenwälder nun auch den ersten Tabellenplatz.

Bereits nach 40 Minuten Spielzeit, wobei nur 5 Minuten auf das Konto von Oswald Purucker gingen, richtete dieser die Worte an Hans Thron: „Schach matt!“.

Dieser gab sich geschlagen und die SG ging mit 1:0 in Führung. Kurz darauf erhöhte Gerhard Schmidt gegen Dieter Beier auf 2:0. Nachdem sich Holger Burger mit Ulrich Peuckert auf Remis geeinigt hatte, leisteten die Gastgeber plötzlich erhebliche Gegenwehr. In ausgeglichener Stellung und mit einem Dauerschach in der Hinterhand, bot Hans Hübner Remis. Mit Blick auf den Punktestand stimmte Mike Büttner widerwillig zu. Mit zwei Läufern und einem Turm nahm Jürgen Mikulasch in ausgeglichener Stellung den König von Eckhard Klare in die Zange. Hilflos mussten dessen Leichtfiguren zusehen, wie ihr König in die Enge getrieben wurde und ein weiterer Punkt aus Thüringen in den Frankenwald ging. Kein Partieverlauf war wechselvoller, als der von Vorsitzenden Harald Schramm und Andy Neumeister. Neumeister rückte mit einer mächtigen Bauernwalze auf den Königsflügel vor. Blieb aber in der Bauernformation von Schramm stecken. Aus der anschließenden Schlacht ging Neumeister dann mit einem Mehrbauern hervor, der ihm den Sieg versprach. Doch vorsichtiges lavieren brachte Schramm wieder ins Spiel und das folgende Remis sicherte auch gleichzeitig den Mannschaftssieg. Sämtliche Schwer- und Leichtfiguren von Heinz Laubenzeltner waren auf den Königsangriff ausgerichtet. Obwohl sich Jerome Kunstmann tapfer verteidigte, fehlte letztlich doch die Kraft die geschickt heraus gespielten Freibauern zu stoppen – 5,5 : 1,5! Bereits frühzeitig richtete Hans-Kurt Hohenberger seine ganze Aufmerksamkeit an Brett 1 auf den Königsflügel von Reinhold Müller. Dieser verstärkte zwar unaufhörlich seine wehrhafte Verteidigung, musste aber letztlich erkennen, dass er nur die C-Linie, nicht aber gleichzeitig die Diagonale e2-g7 halten konnte. So ging auch der Punkt vom Spitzenbrett an die Spielgemeinschaft Marktleugast-Stammbach. Mit nunmehr 6 : 0 Mannschaftspunkten verfügt die Spielgemeinschaft bereits über gutes Polster für den diesjährigen Klassenerhalt.

Lobenstein ist eine Reise wert 

 

„Lobenstein ist eine Reise wert!“ Davon konnte sich unser Blitzspieler Oswald Purucker selbst überzeugen. Nachdem er nach nur 5 Minuten eigener Spielzeit Marktleugast mit 1:0 in Führung brachte, nutzte er die verbleibende Zeit, um sich in Bad Lobenstein einmal genauer umzuschauen. Der Marktplatz ist Mittelpunkt der Altstadt und einer Bäderstadt würdig.

Auf einem Bergkegel über dem Zentrum der Stadt liegt die hochmittelalterliche Burg Lobenstein. Sie diente der Überwachung des Verkehrs auf dem Verbindungsweg von Leipzig nach Bamberg. Ein Otto von Lobenstein wurde 1250 als Vertreter der Burg genannt. 1250 ist auch die urkundliche Ersterwähnung von Lobenstein. Im 1300 Jahrhundert gehörte die Veste den Vögten von Gera. 1601 Residenz, seit 1597 in Besitz der jüngeren Linie Reuß. Um 1600 war die Burg stark verfallen. Die Reußen zogen dann in das Schloss. Im Dreißigjährigen Krieg spielte die Burg eine kurze Rolle. 1632 stürmten kaiserliche Truppen die von Schweden besetzte Anlage.

Mit dem Stunden-Glockenschlag öffnet sich am Rathausturm eine Tür. Dahinter steht ein Mann der … bitte selbst nachlesen. Ab und zu spritzt es vom Turm auch auf die staunenden Besucher am Marktplatz.

Das neue Schloss und der Rosengarten im Park der Kuranlage laden zu Rundgängen und Besichtigung ein. Auch das Museum sollte man einmal besucht haben.